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Floskeln im Anschreiben finden

Füg dein Anschreiben ein: Der Floskel-Check markiert sofort die abgedroschenen Phrasen, die Personalverantwortliche als Standardbrief erkennen — mit Erklärung und einem Vorschlag, was du stattdessen schreibst. Kostenlos, ohne Anmeldung, dein Text bleibt in deinem Browser.

Ein Tool von Stellenschmiede — der App, die passende Stellen in deiner Nähe findet und dir zu jeder das Anschreiben schreibt.

Dein Anschreiben

Die häufigsten Floskeln im Anschreiben — und was du stattdessen schreibst

Diese 18 Phrasen prüft der Check. Die Vorschläge sind Gerüste: Die Stellen in eckigen Klammern füllst du mit deinen eigenen Angaben.

„Hiermit bewerbe ich mich“

Die klassischste Eröffnung: Sie sagt nur, was das Dokument ohnehin ist, und verschenkt den einzigen Satz, der sicher gelesen wird.

Besser: Mit dem stärksten Bezug zur Stelle einsteigen: „Seit [Zeitraum] arbeite ich als [Beruf] und [konkrete Aufgabe, die auch in Ihrer Anzeige steht] — genau das suchen Sie für [Stelle].“

„Mit großem Interesse“

Sagt jede Bewerberin und jeder Bewerber — und damit nichts über dich.

Besser: Sagen, WAS dich interessiert: „Besonders anspricht mich [konkretes Detail aus der Anzeige oder vom Unternehmen], weil [eigener Bezug].“

„Mit großer Begeisterung“

Begeisterung, die nur behauptet wird, wirkt austauschbar — ein typischer Satz aus KI-generierten Anschreiben.

Besser: Zeigen, woran man deine Begeisterung erkennt: „In meiner Freizeit [konkrete Aktivität mit Bezug zum Beruf].“ oder „Am liebsten übernehme ich [konkrete Aufgabe].“

„Leidenschaftlich“

Eines der Wörter, an denen Personalverantwortliche KI-Texte und Vorlagen erkennen. Leidenschaft lässt sich nicht behaupten.

Besser: Das Wort streichen und durch eine Tatsache ersetzen: was du seit wann tust, was du dafür gelernt oder erreicht hast — „[Tätigkeit] seit [Zeitraum]“.

„Hochmotiviert“

Motivation wird vorausgesetzt. Als Eigenschaft hingeschrieben, wirkt sie wie ein Platzhalter für fehlende Belege.

Besser: Motivation an einer Handlung zeigen: „Um [Ziel] zu erreichen, habe ich [konkrete Maßnahme, z. B. Weiterbildung] gemacht.“

„Durch meine umfangreichen / langjährigen Fachkenntnisse“

Selbstlob ohne Inhalt. Wäre die Erfahrung umfangreich, könntest du sie konkret beschreiben.

Besser: Die Erfahrung benennen: „In [Jahren] als [Beruf] bei [Arbeitgeber] habe ich [konkrete Aufgabe oder Ergebnis] verantwortet.“

„Neue / berufliche Herausforderung“

Floskel-Klassiker. Er sagt, dass du weg willst, nicht, wohin — und wirft die Frage auf, was an der jetzigen Stelle fehlt.

Besser: Benennen, was dich an genau dieser Stelle reizt: „An Ihrer Stelle reizt mich besonders [konkretes Thema], weil [eigener Bezug].“

„Maßgeblich beigetragen / mitwirken“

Verschleiert, was du selbst getan hast. „Maßgeblich“ lässt offen, ob du geleitet oder zugearbeitet hast.

Besser: Deine Rolle direkt nennen: „Ich habe [konkrete Aufgabe] übernommen, mit dem Ergebnis [Ergebnis].“

„Mein Profil zeichnet sich aus durch“

Werbesprache, die eher geschwollen als selbstbewusst klingt.

Besser: Direkt sagen, was du mitbringst, und eins davon belegen: „Ich bringe [Fähigkeit] mit — zuletzt bei [konkretes Beispiel].“

„Aufgrund meiner Erfahrung / Qualifikation“

Behauptet eine Verbindung, ohne sie zu zeigen.

Besser: Das Beispiel statt der Behauptung: „Bei [Arbeitgeber] habe ich [konkrete Aufgabe] — genau das verlangt Ihre Anzeige unter [Anforderung].“

„Teamfähig“

Wird vorausgesetzt. Steht es ohne Beleg da, fällt eher auf, dass es nichts Konkretes zu berichten gab.

Besser: Belegen statt behaupten: „Im Team übernehme ich [konkrete Rolle, z. B. die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen].“

„Lernbereitschaft“

Wird ebenfalls vorausgesetzt — und klingt bei Berufserfahrenen nach Berufseinstieg.

Besser: Zeigen, was du zuletzt gelernt hast: „Zuletzt habe ich [Weiterbildung, Kurs oder neue Aufgabe] abgeschlossen.“

„Belastbar / Belastbarkeit“

Ein Allerweltswort, das alles und nichts bedeuten kann.

Besser: Eine Situation beschreiben: „In [Zeitraum mit hoher Belastung, z. B. Saisonspitze] habe ich [was du konkret geleistet hast].“

„Eigeninitiative“

Wird vorausgesetzt — als Wort ohne Beispiel bleibt es eine Behauptung.

Besser: Eine Sache nennen, die du von dir aus angestoßen hast: „Ohne Auftrag habe ich [konkrete Verbesserung] eingeführt.“

„Sehr geehrte Damen und Herren“

Zulässig, wenn wirklich niemand genannt ist. Steht ein Name in der Anzeige oder auf der Website, wirkt die allgemeine Anrede, als hätte niemand nachgesehen.

Besser: Ansprechperson suchen (Anzeige, Website, Impressum) und persönlich anreden: „Sehr geehrte Frau [Name],“ bzw. „Sehr geehrter Herr [Name],“ — inklusive Titel wie „Dr.“.

„Synergien / Synergieeffekte“

Beraterdeutsch, das hohl klingt, wenn nicht dasteht, was genau zusammen besser wird.

Besser: Konkret sagen, was sich verbindet: „Meine Erfahrung in [Bereich A] hilft mir in [Bereich B], weil [konkreter Grund].“

„Auf Augenhöhe“

Modewort — wer es betont, weckt eher Zweifel.

Besser: Eine Situation zeigen, in der du mit Vorgesetzten oder Kundinnen und Kunden gut zusammengearbeitet hast: „[konkrete Situation und Ergebnis].“

„Strategisch wertvoll“

Beraterdeutsch ohne Aussage: wertvoll wofür, für wen?

Besser: Sagen, welches Problem du lösen kannst: „Mit [konkreter Erfahrung] kann ich bei Ihnen [konkrete Aufgabe aus der Anzeige] übernehmen.“

Warum Floskeln einer Bewerbung schaden

Wer viele Bewerbungen liest, liest Floskeln nicht mehr — und mit ihnen oft den Satz, in dem sie stehen. Eigenschaften wie „teamfähig“ oder „belastbar“ werden ohnehin vorausgesetzt; ohne Beleg wecken sie eher die Frage, warum kein Beispiel genannt wird. Ein konkreter Satz über etwas, das du getan hast, sagt mehr als drei Adjektive.

Dazu kommen die Phrasen, an denen man heute KI-geschriebene Briefe erkennt: „leidenschaftlich“, „mit großer Begeisterung“, „hochmotiviert“. Sie lassen einen Brief austauschbar wirken, selbst wenn du ihn selbst geschrieben hast.

Häufige Fragen

Was ist eine Floskel im Anschreiben?

Ein Satz oder Wort, das in fast jeder Bewerbung steht und deshalb nichts mehr über dich aussagt — „Hiermit bewerbe ich mich“, „mit großem Interesse“, „teamfähig und belastbar“. Personalverantwortliche lesen darüber hinweg; im schlimmsten Fall wirkt der ganze Brief wie eine Vorlage.

Welche Floskeln findet der Check?

18 Phrasen, die in Anschreiben besonders häufig vorkommen — von der Standard-Eröffnung bis zu Modewörtern wie „Synergien“ und den Klischees typischer KI-Texte wie „leidenschaftlich“ und „mit großer Begeisterung“. Zu jeder gibt es eine Erklärung und einen Vorschlag, was du stattdessen schreiben kannst.

Ist „Sehr geehrte Damen und Herren“ falsch?

Nein, die Anrede ist korrekt, wenn in der Anzeige und auf der Website wirklich niemand genannt ist. Steht dort ein Name, ist die persönliche Anrede besser: „Sehr geehrte Frau Dr. Muster,“. Den Namen aus einer Stellenanzeige findet der kostenlose Anrede-Finder.

Wie fange ich ein Anschreiben ohne „Hiermit bewerbe ich mich“ an?

Mit dem stärksten Bezug zwischen dir und der Stelle: deiner passendsten Erfahrung, einer Anforderung aus der Anzeige, die du bereits erfüllst, oder dem konkreten Grund, warum dich genau dieses Unternehmen interessiert. Der erste Satz ist der einzige, der sicher gelesen wird.

Erkennt der Check, ob ein Anschreiben mit KI geschrieben wurde?

Nein. Er findet Phrasen, die für Vorlagen und KI-Texte typisch sind — wer sie stehen lässt, riskiert, dass der Brief so wirkt. Wer den Text geschrieben hat, kann er nicht feststellen.

Wird mein Anschreiben gespeichert oder irgendwohin geschickt?

Nein. Der Floskel-Check läuft vollständig in deinem Browser; dein Text verlässt deinen Rechner nicht und wird nirgends gespeichert.

Anschreiben ohne Floskeln schreiben lassen

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