Bewerbung als Lehrer — in 60 Sekunden, DIN 5008-konform.
Lehrer-Bewerbungen sind anders als die meisten anderen: Adressat ist oft der Schulträger oder das Schulamt, nicht ein einzelner Personalbearbeiter. Form, Vollständigkeit und exakte Bezeichnung von Fächern, Schulart und Lehrbefähigung entscheiden über die erste Sichtung. Stellenschmiede formuliert dein Anschreiben so, dass formale Anforderungen erfüllt sind und dein pädagogisches Profil trotzdem sichtbar wird.
Schulamt-Bewerbungen scheitern oft an Formalia, nicht an Pädagogik
Ein Standard-Anschreiben mit Hiermit-bewerbe-ich-mich-Floskel landet bei Schulträgern auf dem unteren Stapel. Wer Fachkombinationen, Sek-I- oder Sek-II-Lehrbefähigung, Referendariat-Standort und prüfungsrelevante Leistungen nicht klar nennt, fliegt formal raus — egal wie gut die Pädagogik ist.
Stellenschmiede zieht aus deinem CV genau die Pflichtangaben (Fächerkombination, Schulart, Studienort, Referendariat) und kombiniert sie mit deinem pädagogischen Profil — Methodik, Schwerpunkte, ggf. Erfahrung mit DaZ, Inklusion, Heterogenität.
Was Stellenschmiede für dich übernimmt
Vollständige Vorlage zum Adaptieren
Kopieren Sie das Muster und passen Sie Namen, Einrichtung und Ihre Erfahrungen an. Der Aufbau funktioniert für die meisten Stellen in dieser Kategorie.
Betreff: Bewerbung als Lehrerin (Mathematik/Physik, Sek I/II) an der Gesamtschule Am Wasserturm, Dortmund
Muster zum Adaptieren: Ausschreibungsnummer, Fächerkombination, Schulform und Referendariat-Details durch Ihre eigenen Angaben ersetzen. Stellenschmiede übernimmt genau das automatisch — aus Ihrem Lebenslauf und der konkreten Stellenausschreibung.
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Bewerbung als Lehrer erstellenSo bauen Sie das Bewerbungsschreiben als Lehrer/in auf
Lehrer-Bewerbungen laufen anders als Bewerbungen in der freien Wirtschaft: Je nach Bundesland bewerben Sie sich über ein zentrales Listenverfahren, direkt auf eine schulscharfe Ausschreibung oder initiativ bei der Schulleitung. In allen drei Fällen gilt: Die formalen Pflichtangaben entscheiden über die erste Sichtung, das pädagogische Profil über die Einladung.
Ein vollständiges Bewerbungsschreiben als Lehrkraft beantwortet vier Fragen in dieser Reihenfolge — wer Sie formal sind (Lehrbefähigung), was Sie unterrichten (Fächer und Schulform), wie Sie unterrichten (pädagogisches Profil), und ab wann Sie verfügbar sind:
Betreff mit Ausschreibungsnummer
Bei schulscharfen Ausschreibungen und Behörden-Verfahren ist die Ausschreibungs- bzw. Kennnummer Pflicht — ohne sie kann die Bewerbung formal nicht zugeordnet werden.
Pflichtangaben im ersten Absatz
Fächerkombination, Schulform bzw. Sekundarstufe, Lehrbefähigung und beide Staatsexamina (bzw. Master of Education) gehören nach vorne — nicht versteckt in den Lebenslauf.
Pädagogischer Kern im Mittelteil
Ein bis zwei konkrete Beispiele statt Floskeln: eine Unterrichtsreihe, die Sie entwickelt haben, Erfahrung mit Binnendifferenzierung, DaZ, Inklusion oder Ganztag — idealerweise mit Bezug zum Schulprogramm der Zielschule.
Verfügbarkeit und Formales am Schluss
Möglicher Eintrittstermin (Schulhalbjahr/Schuljahresbeginn), ggf. Bereitschaft zur Hospitation. Anlagen: Lebenslauf, Examenszeugnisse, ggf. Beurteilungen aus dem Referendariat.
Nach dem Referendariat: die Bewerbung auf die erste Planstelle
Der Übergang vom Vorbereitungsdienst in die erste feste Stelle ist der häufigste Bewerbungsanlass für Lehrkräfte — und der Moment, in dem sich zwei Wege trennen. Im Listenverfahren (z.B. in Bayern oder Baden-Württemberg für viele Schularten) zählt vor allem die Examensnote; Ihr Anschreiben spielt erst bei schulscharfen Stellen und im Zweitverfahren eine Rolle. In Ländern wie Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen bewerben Sie sich dagegen überwiegend direkt auf ausgeschriebene Stellen einzelner Schulen — dort entscheidet das Anschreiben mit.
Aus dem Referendariat gehört ins Anschreiben, was Ihre Einsetzbarkeit belegt: die Schulform und Größe Ihrer Ausbildungsschule (besonders, wenn sie der Zielschule ähnelt), die Jahrgänge, in denen Sie eigenverantwortlich unterrichtet haben, übernommene Zusatzaufgaben (AGs, Klassenfahrten, Vertretungskonzepte) und das Thema Ihrer Examensarbeit, wenn es zum Profil der Schule passt. Die Examensnote nennen Sie, wenn sie „gut“ oder besser ist — sonst lassen Sie sie weg und überzeugen über das Profil.
Vermeiden Sie den häufigsten Berufseinsteiger-Fehler: das Anschreiben als Nacherzählung des Studiums. Die Schulleitung liest von Ihnen als künftiger Kollegin oder künftigem Kollegen — nicht als Absolvent. Jeder Satz sollte auf die Frage einzahlen: Was übernimmt diese Lehrkraft ab dem ersten Schultag?
Quereinstieg und Seiteneinstieg: Bewerbung ohne klassisches Lehramtsstudium
Fast alle Bundesländer stellen inzwischen Quer- und Seiteneinsteiger/innen ein — vor allem in Mangelfächern wie Mathematik, Physik, Informatik und Musik sowie an Berufs- und Grundschulen. Die Programme unterscheiden sich je Land erheblich (berufsbegleitender Vorbereitungsdienst, Nachqualifizierung, direkter Seiteneinstieg), deshalb gilt: Prüfen Sie zuerst das konkrete Verfahren Ihres Bundeslandes, bevor Sie das Anschreiben formulieren — die Anforderungen an Abschluss und anrechenbare Fächer stehen dort präzise definiert.
Inhaltlich hat die Quereinsteiger-Bewerbung eine eigene Aufgabe: Sie muss Ihren fachfremden Hintergrund als Mehrwert erzählen, nicht als Defizit entschuldigen. Zehn Jahre Konstruktionserfahrung sind für ein technisches Berufsschulfach ein Praxisvorsprung, den kein grundständig ausgebildeter Kollege mitbringt; Erfahrung in Teamleitung oder Erwachsenenbildung belegt, dass Sie vor Gruppen bestehen.
Fachlicher Anker
Welches Unterrichtsfach sich aus Ihrem Studium/Beruf ableitet, und warum — inklusive der formalen Anrechenbarkeit Ihres Abschlusses, wenn Sie sie bereits geprüft haben.
Pädagogische Belege
Jede nachweisbare Vermittlungserfahrung zählt: Ausbilderschein (AEVO), Nachhilfe, Trainertätigkeit, Lehraufträge, Vereinsarbeit mit Jugendlichen.
Motivation ohne Pathos
Ein nüchterner, konkreter Grund für den Wechsel überzeugt mehr als Berufung-Floskeln — z.B. die Erfahrung, dass Ihnen das Anlernen von Azubis mehr gegeben hat als das Projektgeschäft.
Bereitschaft zur Nachqualifizierung
Signalisieren Sie explizit, dass Sie den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst bzw. die pädagogische Einführung Ihres Landes durchlaufen wollen — das räumt den größten stillen Einwand aus.
Formulierungshilfen: Sätze zum Übernehmen und Anpassen
Die folgenden Formulierungen decken die häufigsten Bewerbungssituationen ab. Ersetzen Sie die kursiv gedachten Details durch Ihre eigenen Angaben — und übernehmen Sie keinen Satz, den Sie im Gespräch nicht mit einem Beispiel belegen könnten.
Einstieg nach dem Referendariat
„Mein Referendariat an der [Schulform] in [Ort] habe ich im [Monat] mit dem Zweiten Staatsexamen (Note „gut“) abgeschlossen und verfüge über die Lehrbefähigung für [Fächer] in [Sekundarstufe].“
Erfahrene Lehrkraft, Schulwechsel
„In acht Jahren an der [Schulname] habe ich neben meinem Fachunterricht die [Aufgabe, z.B. Erprobungsstufenkoordination] übernommen — eine Erfahrung, die ich gern in Ihre [Zielaufgabe] einbringe.“
Quereinstieg
„Nach zwölf Jahren als [Beruf] möchte ich meine Praxiserfahrung dorthin bringen, wo sie den größten Unterschied macht: in den [Fach]-Unterricht. Die Anrechenbarkeit meines Abschlusses für den Seiteneinstieg in [Bundesland] habe ich bereits geprüft.“
Initiativbewerbung an eine Schule
„Ihr Schulprofil mit dem Schwerpunkt [Profil] entspricht meinem unterrichtlichen Schwerpunkt — daher möchte ich mich Ihnen vorstellen, auch unabhängig von einer aktuellen Ausschreibung.“
DaZ / Inklusion / Heterogenität
„Im Umgang mit stark heterogenen Lerngruppen setze ich auf [Methode, z.B. sprachsensiblen Fachunterricht mit gestuften Hilfen] — zuletzt in einer Klasse mit [konkreter Kontext].“
Der Lebenslauf für Lehrkräfte: Stationen, Examina, Fortbildungen
Der Lehrkräfte-Lebenslauf folgt eigenen Konventionen: Beide Staatsexamina (bzw. Bachelor und Master of Education) erscheinen als eigene Stationen mit Note, das Referendariat als vollwertige Berufsstation mit Schule, Schulform, Fächern und eigenverantwortlichen Stunden — nicht als Ausbildungs-Fußnote. Schulpraktika gehören nur bei Berufseinsteigern hinein.
Was oft fehlt und regelmäßig den Ausschlag gibt: Zusatzqualifikationen und Fortbildungen (DaZ-Zertifikat, Medienbildung, Schulung zu Lernplattformen), außerschulische Lehrerfahrung (Nachhilfe-Institute, VHS-Kurse, Vertretungsverträge) und übernommene Verantwortung jenseits des Unterrichts — von der Klassenleitung bis zur Fachkonferenz. Genau diese Angaben nutzt Stellenschmiede, um Anschreiben und Lebenslauf konsistent zu halten: Was das Anschreiben behauptet, belegt der Lebenslauf.
Verbeamtung, Bundesland, Schulform: Was Ihre Bewerbung beeinflusst
Kaum ein Beruf ist so föderal geprägt wie der Lehrberuf. Ob Sie verbeamtet werden können, hängt vom Bundesland, Ihrem Alter und Ihrer Qualifikation ab; die Altersgrenzen für die Verbeamtung liegen je nach Land unterschiedlich, meist zwischen 40 und 50 Jahren. Auch der Bewerbungsweg selbst unterscheidet sich: zentrale Einstellungsverfahren mit Ranglisten in den einen Ländern, schulscharfe Ausschreibungen über Landesportale in den anderen.
Für das Anschreiben heißt das: Nennen Sie die Angaben, die das Verfahren Ihres Ziel-Bundeslandes verlangt (z.B. beide Examensnoten, Fächer-Kennziffern), und passen Sie die Tonalität an die Schulform an — ein Anschreiben an ein Gymnasium betont fachliche Tiefe und Oberstufenerfahrung, eines an eine Grund- oder Förderschule pädagogische Breite, Elternarbeit und multiprofessionelle Teams. Stellenschmiede berücksichtigt beides automatisch, wenn Sie die Ziel-Schulform angeben.
Gehalt als Lehrer/in — Besoldung und TV-L im Überblick
Verbeamtete Lehrkräfte werden nach der Besoldungsordnung ihres Bundeslandes bezahlt (überwiegend A12/A13), angestellte Lehrkräfte nach TV-L (überwiegend E11–E13). Die Werte unten sind Brutto-Monatsgehälter (Vollzeit, ohne Zulagen) und bewusst als Spannen angegeben — zwischen den Bundesländern und Erfahrungsstufen liegen mehrere hundert Euro. Beamte haben zudem deutlich geringere Abzüge, sodass das Netto bei gleichem Brutto spürbar höher ausfällt.
| Stufe | Bruttolohn | Hinweis |
|---|---|---|
| A13 — Einstieg (Gymnasium/Sek II, zunehmend alle Schulformen) | ca. 4.700–5.300 € brutto/Monat | je nach Bundesland; die meisten Länder zahlen A13 inzwischen auch an Grundschulen |
| A13 — Endstufe | ca. 5.900–6.400 € brutto/Monat | nach rund 20+ Dienstjahren; Funktionsstellen (A14/A15) liegen darüber |
| A12 — wo Grundschule/Sek I noch nicht auf A13 angehoben ist | ca. 4.200–5.500 € brutto/Monat | Auslaufmodell — die Anhebung auf A13 ist in den meisten Ländern beschlossen oder vollzogen |
| TV-L E13 — angestellte Lehrkraft mit voller Lehrbefähigung | ca. 4.500–6.400 € brutto/Monat | höhere Sozialabgaben als bei Beamten — Netto-Vergleich lohnt sich |
| Quer-/Seiteneinstieg (E11–E13 je nach Qualifikation) | ca. 3.900–5.800 € brutto/Monat | nach Nachqualifizierung ist in vielen Ländern der Wechsel auf E13/A13 möglich |
Besoldungstabellen der Länder und TV-L, Stand 2026 — Werte gerundet, ohne Familien-/Stellenzulagen.
Häufige Fragen
Soll ich Beamten- oder Angestellten-Status thematisieren?
Nur wenn die Stelle explizit eine Statusfrage stellt (z.B. nicht-beamtenrechtlich), ja. Sonst lieber im Vorstellungsgespräch oder bei der Einstellung klären — die Frage hat keinen Einfluss auf die fachliche Bewertung.
Wie erwähne ich Erfahrungen aus dem Referendariat?
Konkrete Klassen und Fächer, wenn aus dem Anforderungsprofil relevant. Statt erfolgreich-bestanden lieber: 18-monatiges Referendariat an XYZ-Gesamtschule mit Fächern Mathematik und Physik in Sek I/II, Schwerpunkt-Themenarbeit in Klasse 9.
Wichtig: zweites Staatsexamen oder Master of Education?
Beides muss ins Anschreiben, je nach Bundesland. Bayern und einige andere Länder unterscheiden zwischen den Abschlüssen für die Verbeamtung. Stellenschmiede nennt deinen exakten Abschluss inklusive Note (wenn gut).
Bewerbung auf eigene Initiative ohne ausgeschriebene Stelle — wie?
Initiativbewerbung an Schule oder Schulamt. Adressat: Schulleitung direkt, mit Bezug auf die Schule (Profil, Schulprogramm, Inklusionserfahrung). Stellenschmiede liest, wenn vorhanden, den Schulanzeigentext oder die Schulhomepage und passt das Anschreiben an.
Was tue ich gegen Lehrermangel-Standardabsagen?
Bewerben Sie sich auf konkrete Stellen, nicht in Sammel-Initiativbewerbungen — die landen oft in der Zentralablage. Bei akut unbesetzten Stellen schnell reagieren, Verfügbarkeit klar nennen (z.B. ab kommendem Schulhalbjahr verfügbar, sofortiger Antritt möglich).
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