Bewerbungsfoto: Format, Outfit, und ob du überhaupt eins brauchst
Anforderungen an Format, Stil und Hintergrund. Plus eine ehrliche Antwort: Brauchst du im Zeitalter anonymer Bewerbungen überhaupt noch ein Foto?
1. April 2026 · 7 Min. Lesezeit
Foto: noch zeitgemäß?
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ein professionelles Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf weiterhin üblich, aber nicht verpflichtend. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erlaubt seit 2006 anonymisierte Bewerbungen — manche Unternehmen verlangen sie sogar explizit.
Wann ein Foto NICHT mitschicken
- Das Unternehmen verlangt explizit anonymisierte Bewerbungen.
- Der internationale Markt (UK, USA, NL) — dort führt ein Foto eher zur Ablehnung.
- Stellen im öffentlichen Dienst, die AGG-strikt screenen.
Wenn doch: technische Anforderungen
- Größe: 35×45 mm, hochformatig.
- Auflösung: mindestens 600 dpi für Druck, 1500×2000 px digital.
- Format: JPEG oder PNG. PDF nur wenn gewünscht.
- Farbe: in der Regel Farbe, schwarzweiß ist zulässig.
- Hintergrund: neutral (hellgrau, weiß, beige). Keine Heimfotos vor der Tapete.
Outfit nach Branche
| Branche | Empfehlung |
|---|---|
| Banken, Versicherung, Recht | Anzug/Kostüm, dunkler Ton |
| Beratung, klassische Industrie | Hemd/Bluse, Sakko optional |
| Tech, Kreativ-Branchen | Hemd/Bluse, kein Sakko erforderlich |
| Pflege, Handwerk | Sauberes Hemd/Bluse, neutral |
Wo ein Bewerbungsfoto NICHT hingehört
- Auf dem Anschreiben. Foto gehört nur auf den Lebenslauf — viele HR-Abteilungen sortieren Anschreiben mit Foto sogar aus.
- Zu prominent. Maximal eine Drittel der oberen Lebenslauf-Hälfte. Es soll deinen Inhalt nicht dominieren.
Selbst fotografieren oder Profi-Studio?
Ein professionelles Foto kostet 50-150 EUR und ist sehr viel besser als ein Smartphone-Selfie. Investiere die 100 EUR — das Foto wird in jeder Bewerbung der nächsten 1-3 Jahre genutzt.
Bei Stellenschmiede
Lade dein Foto einmal hoch — wir platzieren es automatisch in jedem Lebenslauf-Template korrekt nach DIN 5008. Auf dem Anschreiben taucht es bewusst nicht auf, da das nicht der Standard ist.